Als Gütersloh noch Garnisonsstadt war, lebten in der Töpferstraße britische Militärangehörige mit ihren Familien. Nach dem Abzug der Briten standen deren Wohnhäuser leer. Mit dem Corona-Ausbruch im Tönnies-Fleischwerk ist in einige der Häuser neues Leben eingekehrt. Das Gesundheitsamt des Kreises Gütersloh hat eine Möglichkeit geschaffen, um dort mit dem Virus infizierte Menschen in Quarantäne unterzubringen. Es sind in der Hauptsache Bewohner*innen aus beengten Sammelunterkünften, die hier vorübergehend eine Bleibe gefunden haben.Mit ihrer Unterbringung in der Töpferstraße verfolgt das Gesundheitsamt das Ziel, Mitbewohner*innen vor einer Ansteckung zu schützen. Vor die Frage gestellt, wie die unter Quarantäne stehenden Menschen mit dem Lebensnotwendigen zu versorgen sind, erging ein Hilfeersuchen des Gesundheitsamts an das Deutsche Rote Kreuz im Kreis Gütersloh. Nach kurzer Prüfung sagte der Kreisverband seine Unterstützung zu.In der Startphase erfolgte die Versorgung durch hauptamtliche Kräfte aus dem Stammpersonal des Kreisverbands. Inzwischen kümmern sich zwei eigens zu diesem Zweck eingestellte neue Mitarbeiter*innen um die Einkäufe von Lebensmitteln und anderen Artikeln des täglichen Bedarfs. Eine weitere Aufgabe der beiden Rotkreuzler besteht darin, den Gesundheitszustand der Bewohner*innen regelmäßig zu überprüfen. Zu diesem Zweck ist in einem der ehemaligen Siedlungshäuser eine Anlaufstelle eingerichtet worden.