Eingetragen von Sebastian Brandt am 16.11.2010

Rheda-Wiedenbrück (gl). Am Freitag ist es so weit: Das DRK-Zentrum wird offiziell eingeweiht. Musste der Rotkreuz-Ortsverein Rheda-Wiedenbrück bisher seine Aufgaben an drei Orten wahrnehmen, findet nun die vielfältige DRK-Arbeit gebündelt unter einem Dach statt. Durch den Umbau des ehemaligen Firmengeländes, An der Schwedenschanze, ist ein Haus der kurzen Wege entstanden.

Dies zeigt sich zum Beispiel an der wohldurchdachten Planung des Ablaufs bei Blutspenden. Gleich hinter dem Haupteingang befindet sich links ein kleiner Büroraum, in dem während der Blutspendetermine die Arztgespräche stattfinden. Von dort setzt der Spender seinen Weg fort, biegt links in einen Gang – an ihm liegt auch ein behindertengerechter Sanitärbereich – und gelangt in den neuen Mehrzweckraum. „Hier ist Platz für die Liegen“, erläutert Philipp Rother, Pressesprecher des DRK-Ortsvereins, beim Rundgang. In dem früheren Werkstattbereich ist ein großzügiger Raum entstanden, der vielfältige Nutzungen wie Versammlungen und Feste erlaubt. „Hier wurde sehr viel umgerissen“, sagt Rother und deutet dabei auf die strahlend weiße Wand, hinter der nun die Heizungsanlage versteckt ist, und auf das neu verlegte Holzparkett.
Hat der Spender Lebenssaft abgegeben, geht er durch den Flur zurück und steuert auf den geradeaus liegenden Speiseraum zu. Dort, wo früher Büroräume waren, werden künftig die Spender mit einem Imbiss verpflegt. Dieser Raum kann über einen direkten Zugang von der neuen geräumigen Küche aus bedient werden. „Um Nachschub bereit zu halten, muss man viel Platz haben“, erläutert Rother, dass bei durchschnittlich 150 Blutspendern pro Termin zirka 45 Spender stündlich zu versorgen sind.
Kurze, direkte Wege – das zeigt sich auch in der frisch gestrichenen Fahrzeughalle. Aus hygienischen Gründen sei es zwingend erforderlich, dass die Einsatzkräfte direkt in den Sanitärbereich kommen, betont Rother. In direkter Nähe zu den Duschen liegen die Umkleideräume für die Männer und Frauen. Vom Einsatz zurückgekehrt, sind die DRK-Kräfte zudem rasch im Lagerraum, wo sie verbrauchte Materialien – angefangen von sterilem Pflaster und Spritzen bis hin zu Zellstoffdecken – durch frische ersetzen können. Regale in der Halle bieten Platz für KFZ-Bedarf, und schnell greifbar liegen dort auch Vakuummatratzen.
Für den Besucher nicht zu sehen ist der Hof hinter der Halle. Zwar fasst diese maximal zehn Fahrzeuge, doch dadurch, dass der eine oder andere Anhänger unter der Ãœberdachung im Hof stehen kann, gibt es drinnen mehr Spielraum. Im Hof können zudem Mitarbeiter parken.
Gleich neben dem Haupteingang führt eine Tür in das ehemalige Firmenverwaltungsgebäude. Im Obergeschoss hat Andrea Jochim, Geschäftsführerin des DRK-Ortsvereins Rheda-Wiedenbrück, künftig ihr Büro. Zudem gibt es ein Rotkreuzleiter-Büro, das zugleich Platz für einen Aktenschrank bietet. Dort kann etwa das Archiv für Fahrtenschreiberkarten aufbewahrt werden.
Ein dritter Büroraum wird den Mitarbeiterinnen des Jugendrotkreuzes zur Verfügung stehen. Auf gleicher Etage befindet sich der Spiel- und Aufenthaltsraum für das Jugendrotkreuz. „Wir legen Wert darauf, dass spielerisch gelernt wird“, beschreibt Philipp Rother die Arbeit mit den jungen Leuten. Zur Pause laden jedenfalls schon ein Tischkicker und ein Dartspiel ein.
Gleich neben einem bereits möblierten Konferenzraum geht es in eine kleine Küche – sogar der Weg bis zur Kaffeetasse ist ganz kurz.

Dieser Artikel stammt von: Die Glocke unter http://www.die-glocke.de/gl/cgi/news/shownews.php?id=24065