Eingetragen von Sebastian Brandt am 30.11.2012

Diese bulligen American- Footballspieler werden die 13 Vierbeiner der Rettungshundestaffel von Deutschem Roten Kreuz und Malteser Hilfsdienst wohl in der Realität nicht suchen müssen.

Die Leitung der gemeinsamen Rettungshundestaffel Verl- Gütersloh freut sich über den Besuch von Kai Stockfisch und Tim Myller an der Ostwestfalenhalle in Kaunitz. Die beiden Sportler sind vor Kurzem mit dem Bielefelder Football-Team „Bulldogs“ in die zweite Bundesliga aufgestiegen und die Spielzeit ist beendet. Für die Hundeführer ziehen Stockfisch und Myller, auf dem Football-Spielfeld als „Linebacker“ und „Running-back“ unterwegs, aber trotzdem ihren Schulterschutz und den Plastikhelm auf.

Für die Rettungshunde ist dies eine sehr ungewohnte Herausforderung, schließlich wirkt der Körper durch den Schutz sehr groß und das Gesicht ist durch den Helm verdeckt.

Bei Einsätzen müssen wir auch unterschiedliche Personen finden, sagt Volker Horenkamp von der Rettungshundestaffel Verl- Gütersloh.

In vielen Fällen müssten die Tiere behinderte oder ältere Menschen suchen, die sich aus einem Pflegeheim oder Krankenhaus entfernen. Außerdem werden die Hunde alarmiert, wenn Kinder oder Jugendliche verschwunden sind. Jede Situation ist denkbar, weiß Horenkamp. Deshalb simuliere die Staffel auch gelegentlich die Suche einer alkoholisierten oder zuckerkranken Person. Die Hunde sollen die Menschen, die sie finden, mögen und nicht etwa anfallen, so Horenkamp. Deshalb müssten sie auch auf möglichst viele unterschiedliche Kontakte vorbereitet werden.

Da kommen die Spieler der „wilden Hunde“ aus Bielefeld gerade recht.

Auf diese Weise gewöhnen sich unsere Tiere an Menschen mit mehr Körpergröße und -gewicht, sagt Volker Horenkamp. Und der Testlauf funktioniert: Die Hunde lassen sich nicht irritieren. Hundeführerin Susanne Myller lässt ihren Seven von der Leine. Der Vierbeiner sprintet durch die Ostwestfalenhalle auf Footballspieler Kai Stockfisch zu. Durch Bellen zeigt Seven an, dass er die gesuchte Person gefunden hat – und zwar so lange bis Susanne Myller ihn lobt und wieder an die Leine nimmt.