Eingetragen von Sebastian Brandt am 17.04.2012

Verl. „Es ist schon einiges, was wir den Zwei- und Vierbeinern da abverlangen“, sagt Volker Horenkamp. Aber am Ende der Ausbildung muss das Team aus Mensch und Tier einfach gut harmonieren und gut funktionieren. Schließlich geht es oft genug um ein Menschenleben.

Horenkamp leitet die gemeinsame Rettungshundestaffel vom Deutschen Roten Kreuz (DRK) in Verl und dem Gütersloher Malteser Hilfsdienst (MHD). Aktuell lassen sich vier neue Teams ausbilden.

Eine Zwischenbilanz.

„Zu unserem Schnuppertag vergangenes Jahr im Mai war noch ein Dutzend Interessenten samt ihrer Vierbeiner gekommen“, erinnern sich Volker Horenkamp, Rotkreuzleiter Christian Schumacher und Ausbilder Michael Schöppner. „Geblieben sind vier“. Da habe sich ganz schnell die Spreu vom Weizen getrennt, nennt Christian Schumacher dieses Phänomen.

„Es ist eben eine recht zeitaufwändige Sache“, spielen er und Horenkamp auf die donnerstagabendlichen und die sonntagnachmittäglichen Ausbildungseinheiten an. „Und das über zwei- bis zweieinhalb Jahre“.

Das sei nötig, wenn man hinterher als Rettungshundeteam bei Einsätzen unterwegs sei. „Mensch und Hund müssen sich voll aufeinander verlassen können“, betont Horenkamp. So lernen die Hunde in der Ausbildung mit Umwelteinflüssen zurechtzukommen, nennt er als Beispiele plötzliches Autohupen, Rauch und Feuer. Zudem lernen die Hunde, sich auf ungewohnten und zudem ungeliebten Untergründen fortzubewegen.

Der jetzt absolvierte Rettungshundeeignungstest nach der so genannten gemeinsamen „Prüfungs- und Prüferordnung für Rettungshundeteams in der Trümmer- und Flächensuche“ (GemPPO) ist eine Zwischenstation. Einsatzfähig sind Hund und Hundeführer erst nach einer erfolgreich absolvierten Rettungshundeprüfung, betonen Volker Horenkamp, Christian Schumacher und Michael Schöppner.