Eingetragen von Sebastian Brandt am 27.12.2012

Rheda-Wiedenbrück. Dankesworte und Abschiedsbesuch bei der Rettungswache des Deutschen  Kreuzes im früheren Schwesterwohnheim des ehemaligen evangelischen Krankenhauses Rheda; denn das Städtische Klinikum Gütersloh gibt diese Betriebsstätte 2013 auf. Sieben Rettungsassistenten, zwölf Sanitäter und 15 Helfer leisteten dort im auslaufenden Jahr 3920 Gesamtstunden bei 324 Notfalleinsätzen, 28 Krankentransporten sowie 47 Fehleinsätzen.

Sie sind eingebunden in den Rettungsdienstbedarfsplan des Kreises Gütersloh und stehen an jedem Wochenende von Samstag 7 Uhr bis Sonntag 7 Uhr zur Verfügung. Daran beteiligt sich die Rotkreuzgemeinschaft Herzebrock-Clarholz. Für die innere Organisation ist Markus Ruse, für Fahrzeuge und Personal Michael Ossenkemper verantwortlich. Vorstand Günter Göpfert betrachtet den Rettungsdienst Rheda-Wiedenbrück als Gemeinschaftsaufgabe des DRK-Kreisverbands. Dessen Präsident Heinz-Hermann Vollmer blickt auf 2013. Dann wird  die Rot-Kreuz-Idee weltweit 150 Jahre alt und vor Ort das ganze Jubiläumsjahr über Leistungspalette und -bereitschaft demonstrieren. Dabei gehe auch um die Werbung jüngerer Mitglieder, sagte Vollmer.

Bürgermeister Theo Mettenborg (CDU), der mit seinem Rechtsdezernenten Eberhard Greufe und dem Fachbereichsleiter für Ordnung und Sicherheit, Heinz Bremehr, erschien, überreichte der DRK-Ortsvereinsvorsitzenden  Marissa Prinzessin zu Bentheim-Tecklenburg ein Geldgeschenk. „Was wären wir ohne das Rote Kreuz?“ fragte er und sprach das Lob aus: „Der Geist der Zusammenarbeit ist vorhanden.“ Stadtbrandmeister Ulrich Strecker würdigte die Verlässlichkeit. „Es gibt kein Kompetenzgerangel“, versicherte Rotkreuzleiter Michael Ossenkemper. Und der stellvertretende Leiter des Rheda-Wiedenbrücker  Rettungsdienstes, Norbert Quak , zeigte sich zufrieden: „Das  ist ein Nummer, da müssen andere erst noch hinkommen.“  

Als bundesweit einmalig gilt seit 1959 die DRK-Unfallhilfsstelle an der Autobahnabfahrt Rheda-Wiedenbrück, die an 61 Tagen ehrenamtlich besetzt war. Sie erbrachte 52 Hilfeleistungen, wie Andreas Junker berichtete. Bei zwölf Verkehrsunfällen wurden fünf Verletzte nach medizinischer Erstversorgung  an den Rettungsdienst übergeben. Helferinnen und Helfer betreuten 19 unverletzte Personen, halfen der Autobahnpolizei bei der Absicherung und führten für sie vier Erkundungsaufträge aus.