Eingetragen von Marianne Schumacher am 16.02.2018

Zuständig beim DRK-Kreisverband für die Rückkehrberatung von Flüchtlingen: Izabela Djanic (links) und Ceylan Sürmeli. Bild: Bitter

Kreis Gütersloh (bit). Die Bezirksregierung Arnsberg – seit dem 1. Dezember 2016 für die kommunale Zuweisung anerkannter Flüchtlinge in Nordrhein-Westfalen zuständig – hat verschiedene Wohlfahrtsverbände beauftragt mit der Rückkehrberatung von Flüchtlingen. Für die Stadt und den Kreis Gütersloh wird sie angeboten vom Kreisverband des Deutschen Roten Kreuzes im neuen Zentrum an der Kaiserstraße 38 in Gütersloh. Izabela Djanic und Ceylan Sürmeli heißen die Ansprechpartnerinnen. Ihre Sprechzeiten sind montags und dienstags von 13 bis 16 Uhr sowie donnerstags und freitags von 9 bis 12 Uhr. Termine lassen sich vereinbaren unter Telefon 05241 9886 -25 oder 9886-27. Das Angebot ist ergebnisoffen. Es richtet sich an Flüchtlinge und Menschen aus Drittländern, die freiwillig in ihre Heimat zurückkehren wollen. Djanic und Sürmeli helfen bei der Planung und zeigen Möglichkeiten der finanziellen Unterstützung durch die Internationale Organisation für Migranten (IOM) auf. Bewohner der Balkanstaaten sind davon ausgeschlossen. Die Fachfrauen des Roten Kreuzes schildern, dass sie nicht nur die Rückreise organisieren, sondern auch klären, welche Hilfsmöglichkeiten sich den Ausreisenden für einen Neubeginn im Heimatland erschließen. Dafür gibt es das Europäische Re-Integrationsprogramm (Erin). Schon vor der Abreise können Hilfen beantragt werden, die bei Anlaufstellen in den betroffenen Ländern vor Ort abgeholt werden müssen. Bedarfsgerechte Sachleistungen etwa für die Existenzgründung eines Friseurs oder eine Nähmaschine und Nähseide für eine Näherin aus Bangladesch sind Beispiele. Die neue Aufgabe von Izabela Djanic und Ceylan Sürmeli beruht auf den Grundsätzen des Roten Kreuzes: Menschlichkeit, Unparteilichkeit, Neutralität, Unabhängigkeit, Freiwilligkeit, Einheit und Universalität.