Eingetragen von Sebastian Brandt am 20.08.2010
Von unserem Redaktionsmitglied NIMO GRUJIC
Rheda-Wiedenbrück (gl). Der Ortsverein Rheda-Wiedenbrück des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) bündelt seine Kräfte an einem zentralen Standort. In einem ehemaligen Firmengebäude an der Straße „An der Schwedenschanze“ entsteht das neue DRK-Zentrum, das die drei bisherigen Betriebsstätten in Rheda und Wiedenbrück ersetzen soll.
Der Zeitplan der Rotkreuzler ist straff organisiert. „Bis zum November soll alles fertig sein“, sagt Ludger Johlen, Schatzmeister des DRK-Ortsverbands. Erst vor wenigen Tagen konnten die Umbau- und Sanierungsarbeiten in dem zum Teil mehr als 50 Jahre alten Gebäudekomplex beginnen. „Wir mussten noch auf die Baugenehmigung warten“, erklärt DRK-Geschäftsführerin Andrea Jochim. „Als das Schreiben der Stadtverwaltung eintraf, haben wir sofort losgelegt.“
Der Büro- und Hallenkomplex, in dem früher die Firma BMS Baumaschinen und davor die Klempnerei Meyer und Lemmen untergebracht waren, wird in den kommenden Monaten entkernt, umgebaut und saniert. Viele Veränderungen sind notwendig, um die Immobilie auf die Bedürfnisse des Roten Kreuzes zuzuschneiden. „Schließlich sollen künftig alle Gruppen unserer Gemeinschaft das Gebäude nutzen“, sagt Ludger Johlen.
250 000 Euro investiert der Ortsverein in den Umbau und die Ausstattung des DRK-Zentrums „An der Schwedenschanze“. Hinzu kommt der Kaufpreis für die Immobilie, über den mit dem Vorbesitzer jedoch Stillschweigen vereinbart worden ist. Während der Kaufpreis mit den Erlösen aus der Veräußerung der bisherigen Standorte abgedeckt werden konnte, ist das DRK bei der Finanzierung des Umbaus auf Spenden, den Griff in die Rücklage sowie auf eine Kreditaufnahme angewiesen. „Je größer das Spendenaufkommen ist, umso geringer muss die Darlehnssumme ausfallen“, sagt Johlen.
Mit einer Baustellenparty, zu der auch Ortsvereinsvorsitzende Marissa Prinzessin zu Bentheim-Tecklenburg gekommen war, feierten die Rotkreuz-Helfer am Montagabend den Beginn der „heißen“ Umbauphase. „In einigen Wochen ist das Gebäude nicht mehr wiederzuerkennen“, versicherten Schatzmeister Ludger Johlen und Pressesprecher Philipp Rother. Nur die obere Etage des angeschlossenen Büro- und Besprechungsraum-Trakts werde kaum verändert. Das Stockwerk sei erst vor einigen Jahren renoviert worden und noch in tadellosem Zustand.
830 Quadratmeter Nutzfläche stehen dem DRK im neuen Domizil zur Verfügung. Die Grundstücksgröße umfasst 2000 Quadratmeter. Damit alle Bereiche optimal genutzt werden können, hat der Vereinsvorstand in Zusammenarbeit mit dem beauftragten Projektentwickler Ludger Westkämper ein Raumkonzept erstellt.
Mit 340 Quadratmetern nimmt die Fahrzeughalle den meisten Platz ein. „Hier soll unser Fuhrpark, der aus zehn Fahrzeugen besteht, untergebracht werden“, sagt Johlen. Das Herzstück des Zentrums grenzt direkt an: Der 95 Quadratmeter große Multifunktionsraum. Blutspenden sollen hier ebenso stattfinden wie Freizeitangebote für Senioren. Büros, Aufenthalts- und Gemeinschaftsräume nehmen 190 Quadratmeter in Anspruch. Hinzu kommen Lager- und Sanitärbereiche.
„Alles unter einem Dach“, lautet das Motto beim DRK-Heim-Bau. „Auch die Sportgruppen, das Jugendrotkreuz und die Rotkreuzgemeinschaft werden hier künftig ihren festen Anlaufpunkt haben“, sagt Philipp Rother. „Zudem steht unser Haus auch für kreative und soziokulturelle Veranstaltungen offen. Einzelne Räume können von anderen Vereinen und Verbänden gemietet werden.“
Spätestens im November soll „An der Schwedenschanze“ der DRK-Betrieb starten. Das DRK-Heim am Ostring in Wiedenbrück wird bereits Ende September geschlossen. Um einen fließenden Ãœbergang zu gewährleisten, kann das DRK-Heim an der Reinkenwiese in Rheda bis zur Inbetriebnahme des neuen Standorts weiter genutzt werden.

Wann die 1700 Rheda-Wiedenbrücker DRK-Mitglieder ihr neues Zentrum der Öffentlichkeit vorstellen, steht hingegen noch nicht genau fest. „Eventuell feiern wir das 100-jährige Bestehen des DRK-Zugs Rheda im Mai 2011 mit einem großen Fest“, erklärt Ludger Johlen. Das könnte man dann gut mit einem Tag der offenen Tür verbinden. Doch definitiv entschieden sei noch nichts. „Jetzt müssen wir erstmal unsere ganze Kraft in den Umbau stecken.

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