Eingetragen von Jürgen Strathaus am 01.10.2017

Rettungsfahrzeuge des Patiententransportzuges-10 NRW aus dem Kreis Gütersloh warten am Bereitstellungsraum, um dann in der Einsatzstelle Patienten zu übernehmen und in Kliniken zu bringen. Bild: Schumacher

Auf der A2 nahe Oelde war es zu mehreren Verkehrsunfällen gekommen: Zwei Menschen starben, mindestens 38 weitere Personen wurden verletzt. Die Autobahn war mehr als zehn Stunden lang gesperrt. Dieser Wortlaut war am Folgetag des Unfalls, am 13.09.2017 den verschiedenen Medien zu entnehmen.

Zur Unterstützung der Rettungsdienstes in der weitläufigen Einsatzstelle auf der Autobahn A2 in Fahrtrichtung Dortmund kurz vor Oelde wurde der Patiententransportzug (PTZ)- 10 NRW des Kreises Gütersloh eingesetzt. Die Alarmierung erfolgte am frühen Abend und sofort machten sich 3 Rettungswagen und 3 Krankentransportwagen des DRK, sowie einer der Zugführer des PTZ-10 auf den Weg zum Bereitstellungraum, um dort gemeinsam mit den Kräften des MHD bereit für die Übernahme von Patienten zu sein.

Die Rettungsmittel des Patiententransportzuges- 10 NRW aus dem Kreis Gütersloh führten dann ab der Einsatzstelle Transporte von Patienten in umliegende Kliniken durch. Der Einsatz des DRK in der Rettungsdienst- Unterstützung endete für die ehrenamtlichen Einsatzkräfte der Rotkreuzgemeinschaften Gütersloh, Halle, Harsewinkel, Herzebrock- Clarholz, Rheda- Wiedenbrück und Verl gegen 21:00 Uhr.

Aufgrund der vielfachen und schweren Verkehrsunfälle auf der Autobahn A2 vor Oelde, mit einer Vollsperrung über eine lange Zeit war es zu einem Rückstau bis zu Anschlussstelle Herzebrock- Clarholz gekommen. Die Verkehrsteilnehmer warteten in Ihren Autos und LKW bereit viele Stunden.

Am späten Abend entschied dann die Einsatzleitung zur Versorgung der im Stau wartenden Personen das Modul Betreuung- 200 Süd auf Grundlage des Notfallsystems des Kreises Gütersloh zu alarmieren.

Das DRK rüstete sich für den Einsatz am DRK- Zentrum Rheda- Wiedenbrück mit warmen Tee und Kaffee, sowie ausreichend Kaltgetränke und Verbrauchsmaterialien aus. Danach fuhren vier Betreuungsstaffeln mit Ihren Einsatzfahrzeugen durch die Rettungsgasse des Staus auf der Autobahn A2 und gaben Getränke aus.

Auch Verbrauchsmaterialien wie Rettungsdecken und Hygieneartikel, aber auch kleine Snacks, wie Schokolade und Süßigkeiten wurden bei Bedarf an die wartenden Verkehrsteilnehmer von den Kräften des DRK ausgegeben und dankend angenommen. Zum Auffüllen der von den Betreuungsstaffeln benötigten Materialien, insbesondere für einen zunächst für längere Zeit angenommenen Einsatz wurde auf der Rastanlage AUREA ein Logistikstützpunkt des DRK aufgebaut, sowie eine weitere Betreuungsstaffel in Reserve vorgehalten. Ein LKW- Betreuungsdienst stand für den Materialnachschub zur Verfügung.

Die lange Wartezeit im Stau, in dieser besonderen Zwangslage sorgte auch für einen medizinischen Notfall. Eine Verkehrsteilnehmerin wurde im Rückstau von der Rettungswagen- Besatzung des DRK aus Herzebrock- Clarholz erstversorgt und in ein Krankenhaus gebracht.

Am frühen Morgen des Folgetages gegen 03:30 Uhr endete der Einsatz der ehrenamtlichen Einsatzkräfte aus den Rotkreuzgemeinschaften Herzebrock- Clarholz, Langenberg, Mastholte, Schloß Holte, Rheda- Wiedenbrück und Verl.

Die Betreuungsstaffel der Rotkreuzgemeinschaft Mastholte bahnt sich mit dem Einsatzfahrzeug den Weg durch die Rettungsgasse im Stau und gibt Getränke, sowie bei Bedarf Verbrauchsmaterialien aus. Bild: Herbort

Ab dem Logistikstützpunk, welchen das DRK auf der Rastanlage AUREA in der Nacht betrieben hatte, befuhren die Betreuungsstaffeln des DRK mit ihren Einsatzfahrzeugen auf die Autobahn A2, um die lange Zeit im Stau wartenden Verkehrsteilnehmer zu erreichen. Bild: DRK Rheda- Wiedenbrück