Eingetragen von Sebastian Brandt am 28.11.2010
Kreis Gütersloh. Auf der Kreisversammlung  2010 hatten die Delegierten aus den 12 Ortsvereinen eine beeindruckende Leistungsfähigkeit des DRK im Kreis Gütersloh zur Kenntnis zu nehmen. Die Kreisversammlung ist das höchste Entschlussgremium des DRK-Kreisverbandes. Eröffnet wurde der Reigen der Jahresberichte von Kreistorkreuzleiter Rainer Frenz.

Zuvor wurde allerdings der Verstorbenen des vergangen Jahres gedacht; allen voran nannte Präsident Heinz-Hermann Vollmer den langjährigen Mäzen des DRK-Ortsvereins Harsewinkel, Prof.  Dr. h.c. Günther Claas. Claas wirkte von 1978 bis 1999 als Vorsitzender des Ortsvereins und blieb bis zum Tode dem DRK tief verbunden.  Günther Claas war auch Ehrenmitglied des DRK – eine ganz seltene Ehrung verdienter Förderer des Roten Kreuzes.

Kreisrotkreuzleiter Rainer Frenz berichtet für die Kreisrotkreuzleitung über die Aktivitäten für die 15 Rotkreuzgemeinschaften. 6708 TeilnehmerInnen nahmen an den Ausbildungen im DRK-Kreisverband teil. Darunter finden sich sowohl Lehrgänge in Erster Hilfe als auch Betreuungsdienstausbildungen, Rotkreuz-Einführungsseminare, Rettungsdienstfortbildungen, Frühdefibrillationsausbildungen uvm.

79 Rotkreuzler nahmen an Fortbildungen an der DRK-Landesschule teil. Dort absolvierten sie beispielsweise Feldkochlehrgänge, Führungs- und Leitungslehrgänge und Ausbilderlehrgänge. Im Bereich der Ausbildung in den Rotkreuzgemeinschaften wurden an 366 Abenden 1187 Ausbildungsstunden absolviert. Für langjährige Zugehörigkeit zu einer Rotkreuzgemeinschaft wurden 88 HelferInnen geehrt, einer darunter für 50 Dienstjahre.

Denise Pfeiffer berichtet als Kreisleiterin des Jugendrotkreuzes von den Aktivitäten der 80 Jugendrotkreuzlern. Seit Juli 2009 wird sie durch Holger Geistmeier als stellvertretenden JRK-Kreisleiter unterstützt. Das JRK im Kreis leistet beispielsweise Kinderbetreuung bei Blutspendeterminen, gemeinsame Dienste mit den Rotkreuzgemeinschaften, Gesundheitserziehung und Erste-Hilfe-Ausbildungen.

Vorstand Güter Göpfert berichtet über die Aktivitäten der Kreisgeschäftsstelle, der Seniorenarbeit und des Rettungsdienstes. Besonderes Augenmerk richtet er auf ein zur Zeit laufendes Angebot des Hausnotrufdienstes. Der DRK-Kreisverband bietet für diejenigen, die bis zum 23.12. ein Hausnotrufsystem in Auftrag geben und dieses anschließend für mindestens drei Monate halten, den Wegfall der Einrichtungsgebühr von 43,00 EUR an. Nähere Informationen dazu gibt’s bei Frank Holle, Tel. 05241/9886-0.

Göpfert berichtet auch über die verlorengegangene Rettungsdienstausschreibung in Harsewinkel und Halle. "Im System der Notfallvorsorge muss der hauptamtliche Rettungsdienst im DRK eingebunden sein". Für die praktischen Fertigkeiten der HelferInnen sei dies unverzichtbar, so Göpfert. Er forderte die Politik auf, die herrschenden Strukturen zu korrigieren.

Die Kreisversammlung erteilte dem Vorstand und dem Präsidium bei Enthaltung des Präsidiums einstimmig Entlastung.

Präsident Vollmer rief die Delegierten der Ortsvereine auf, näher zusammen zu rücken. Vollmer“: „Wir alle in den Rotkreuzgemeinschaften müssen mehr zueinander finden und näher aneinander rücken.“

Eine ganz besondere Ehre wurde dem Rotkreuzbeauftragten Jürgen Strathaus zuteil: Für seine hervorragenden Dienste im DRK wurde ihm die Verdienstmedaille des Landesverbandes Westfalen-Lippe verliehen.