Als Massenanfall von Verletzten (ManV) wird ein eine Situation oder eine Schadenslage bezeichnet, bei der mit einer großen Anzahl von Verletzten, Erkrankten aber auch unverletzten Betroffenen zu rechnen ist.

Diese Situation tritt zum Beispiel bei schweren Verkehrsunfällen, Eisenbahnunglücken, Flugunfälle und Lebensmittelvergiftungen. Dabei stößt der reguläre Rettungsdienst einer Region sehr schnell an die Grenzen seiner Leistungsfähigkeit.

Bei einem Massenanfall von Verletzten wird versucht, zum Rettungsdienst zusätzliche Einsatzkräfte und Einsatzmittel nach einem einheitlichen Schema in den Einsatz einzubinden und eine organisierte Struktur am Einsatzort aufzubauen.

Hierzu werden im Bereich der Einsatzstelle Patientenablagen, Behandlungsplätze und Anlaufstellen aufgebaut und betrieben. Der Transport von Patienten und Betroffenen wird strukturiert veranlasst. Im rückwärtigen Bereich der Einsatzstelle werden Bereitstellungsräume und Betreuungsplätze eingerichtet.

Im Kreis Gütersloh wurde hierzu ein modulares und abgestuftes Notfallsystem ManV aufgestellt.

In fachlichen Einheiten und Verbänden, den so genannten Notfallmodulen, werden die Hilfsorganisationen, die Feuerwehr Gütersloh und das THW in Gütersloh von der Leitstelle des Kreises Gütersloh abgestuft zum Einsatz alarmiert.

Diese Module sind im Notfallsystem ManV des Kreises Gütersloh nachfolgend bezeichnet:

  • Modul Soforthilfe
  • Modul Transport
  • Modul Behandlungsplatz
  • Modul Betreuungsdienst
  • Modul Rettungshundewesen

Alle vier Einsatzeinheiten NRW des DRK- Kreisverbands Gütersloh und der größte Teil der zusätzlichen Einsatz- und Rettungsfahrzeuge setzt das DRK im Kreis Gütersloh ehrenamtlich in der täglichen Gefahrenabwehr des Kreises Gütersloh ein.

Mit gut 62% der Gesamtbeteiligung ist das DRK im Kreis Gütersloh stärkster Partner im modularen Notfallsystem ManV des Kreises Gütersloh.

Den Einsatzplan des Notfallsystems ManV des Kreises Gütersloh können Sie PDF hier  als PDF Datei herunter laden.