Eingetragen von Sebastian Brandt am 06.09.2010
Harsewinkel (jaf). „Das Deutsche Rote Kreuz ist weit mehr als ein Blutspendeverein“, betont Andrea Szelinski vom DRK-Kreisverband. Sie macht deutlich, dass die 18 Ortsvereine in vielen anderen Bereichen aktiv sind – wie etwa in der Seniorenarbeit. Die wird jetzt beim DRK Harsewinkel weiter gestärkt. Der Ortsverein hat nach gut zweijähriger Vakanz wieder eine ehrenamtlich tätige Leiterin des Sozialen Arbeitskreises: Albertine Frerich (61).
Sie war Einzelhandelskauffrau in einem Baumarkt. Seit einem Jahr ist die 61-Jährige Rentnerin. „Ich wollte nicht nur zu Hause sitzen und Däumchen drehen“, sagt Albertine Frerich, die schon über Erfahrungen in der Seniorenarbeit verfügt. Die Harsewinkelerin leitet in der Katholischen Frauengemeinschaft (KFD) St. Paulus die Bastel- und die Theatergruppe. „Ich bin froh, dass wir Albertine Frerich gefunden ha- ben“, machte der Harsewinkeler DRK-Vorsitzende Heinz Bünnigmann deutlich. Gerade die Seniorenarbeit sei ein wichtiger Bereich des Roten Kreuzes. „Daher ist es uns wichtig, dass dieser Bereich professionell geführt wird.“
Albertine Frerich, die über eine Bekannte auf das DRK aufmerksam wurde, bietet dem Roten Kreuz laut Rotkreuzleiter Reinhold Mann genau das, was der Verein suche: Lebenserfahrung, Souveränität, Erfahrung in der Sozialarbeit, hohe Einsatzbereitschaft und Einfühlungsvermögen.
Auf die 61-Jährige kommen viele Aufgaben zu. Sie koordiniert die einzelnen Bereiche der Sozialarbeit. Dazu gehören unter anderem das monatliche Kochen für Senioren, die Bastelnachmittage, das Seniorenschwimmen, Gymnastik für ältere Menschen, Gedächtnistraining und vieles mehr. Einige hundert Teilnehmer spricht das DRK Harsewinkel damit an. „Es ist wichtig, dass jemand vor Ort ist und die Senioren bei der Stange hält“, macht Andrea Szelinski deutlich, die als Fachberaterin beim DRK-Kreisverband für die Seniorenarbeit zuständig ist und damit eng mit Albertine Frerich zusammenarbeiten wird. Und auch die hauptamtliche Mitarbeiterin der DRK-Geschäftsstelle, Ludmilla Helbling, wird sie unterstützen.
Dass die Seniorenarbeit in Har- sewinkel weiter gestärkt wird, wird auch dadurch deutlich, dass ein Helfer über das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) beim Harsewinkeler Ortsverein zum Einsatz kommt. „Er holt mit dem Mannschaftswagen die Senioren, die nicht mehr so mobil sind, Zuhause ab und bringt sie nach den Terminen auch wieder heim“, sagt Reinhold Mann. Das mache die ganze Sache rund.
Das DRK Harsewinkel sucht weitere ehrenamtliche Helfer. Interessenten können sich mit Ludmilla Helbling unter der Telefonnummer 05247/5888 in Verbindung setzen.


Dieser Artikel wurde mit freundlicher Genehmigung der Tageszeitung "Die Glocke" aus der Ausgabe vom 03.09.2010 übernommen.