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Deutschland ist ein multinationaler Staat, in dem sehr viele Menschen mit Migrationsgeschichte ihren festen Platz gefunden haben. Trotz dieser Tatsache ist die Integrationsproblematik für alle Bürgerinnen und Bürger von Deutschland ein Inbegriff. Damit die Integration der MigrantInnen in die Gesellschaft erfolgreich abläuft sowie auf die positive Resonanz zwischen ihnen und den Einheimischen stößt, ist die IkÖ aus mehreren Gründen von Belang. Dazu gehört u.A. die Entwicklung von interkulturellen Trainings, während deren unterschiedliche Akteure vor Ort für die Arbeit mit MigrantInnen, aber auch MigrantInnen für die Arbeit mit Einheimischen, sensibilisiert und von uns beschult werden.

Wir sind ein interkulturelles und interdisziplinäres Team, das folgende Schwerpunkte in der Integrationsarbeit beim DRK KV GT hat:

  1. Interkulturelle Öffnung (IkÖ),
  2. Sozialraumorientierte Arbeit (SoA),
  3. Ehrenamtliches Engagement der MigrantInnen (EEM),
  4. Antidiskriminierungsarbeit (Ada)

Die sozialraumorientierte Arbeit bezieht sich auf bestimmte Örtlichkeiten von den jeweiligen Städten und Gemeinden, die mit der Migrantenthematik zu tun haben. Dabei geht es um die Schaffung von Angeboten und Maßnahmen, die sich an die Integration und Teilhabe am öffentlichen Leben der MigrantInnen, und das erfolgreiche Miteinander zwischen ihnen und Einheimischen richten. So können z.B. die Sportangebote geschaffen werden, die die Elternkompetenz der Einheimischen und MigrantInnen entwickeln.

Des Weiteren ist uns wichtig, dass das ehrenamtliche Engagement zwischen den Menschen mit Migrationsgeschichte einen hohen Stellenwert gewinnt. In einer intensiven Zusammenarbeit mit MigrantInnen versuchen wir solche Angebote zu entwickeln und umzusetzen. Dabei handelt es sich um niedrigschwellige Angebote, wie z.B. die Hausaufgabenhilfe und Freizeitgestaltung von Migranten für Migranten, aber auch unterschiedlichste Seminare bzw. Fortbildungsveranstaltungen, deren Schwerpunkt auf der Integrationsarbeit liegt.

Die Bedeutung des Wortes Vernetzungsarbeit lässt sich aus dem Sinn des Wortes erschließen. Es geht um die Vernetzung zwischen verschiedenen Organisationen, wie Migrantenselbstorganisationen (MSOs), Behörden und Einrichtungen, die sich mit der Integrationsarbeit in allen möglichen Facetten auseinandersetzen. Dadurch soll die  Verbesserung der gegenseitigen Kommunikation zwischen den Menschen mit Migrationsgeschichte und diesen Strukturen vor Ort geschaffen werden, damit alle Beteiligten der Integrationsprozesse davon profitieren können.

Zusätzlich arbeiten wir an unterschiedlichsten Förderungsprojekten und –Konzepten für Migranten und Einheimischen, die zukunftsorientiert sind und eine äußerst wichtige Grundlage für die Interkulturelle Öffnung schaffen. Dazu gehören z.B. Rucksack-Projekt in Zusammenarbeit zwischen Kindertageseinrichtungen, der RAA (Regionalstellen zur Förderung von Kindern und Jugendlichen aus Zuwandererfamilien) und den Müttern mit Migrationsgeschichte, das Programm „Starke Eltern -Starke Kinder“, das die Elternkompetenzentwicklung fördert. Die migrationsgerichtete Seniorenarbeit wird durch das Projekt „Älter werden in Deutschland“ aufgegriffen und entwickelt.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass es hier nur wenige Arbeitsbereiche der Integrationsagentur vom Deutschen Roten Kreuz Kreisverband Gütersloh, e.V. beschrieben worden sind. Wir engagieren uns vielmehr um die Beziehungsverbesserungen zwischen Migranten und Einheimischen sowohl auf gesellschaftspolitischer als auch auf der kommunikativen Ebene, damit alle Akteure von der erfolgreichen Zusammenarbeit profitieren und im Umgang miteinander sich besser und sicherer als je zuvor fühlen.