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Als Kooperationspartner des Kreises Gütersloh ist der DRK Kreisverband Gütersloh e.V. für den Fahrdienst für Menschen mit Behinderung im Kreis Gütersloh verantwortlich. Mit der Durchführung des Fahrdienstes hat der DRK Kreisverband den DRK Ortsverein Gütersloh beauftragt. Dem Fahrdienst stehen für seine Aufgabe drei Spezialfahrzeuge mit Hebebühne für Rollstuhlfahrer zur Verfügung. Der DRK Ortsverein Gütersloh setzt dabei u. a. Freiwillige im Bundesfreiwilligendienst ein.

(siehe auch  Bundesfreiwilligendienst im DRK)

 

DRK-Fahrdienst für Rollstuhlfahrer
im Kreis Gütersloh

Das Deutsche Rote Kreuz Kreisverband Gütersloh und der Kreis Gütersloh haben zum 01.01.2000 die Inanspruchnahme des Fahrdienstes für schwerbehinderte Menschen mit Spezialfahrzeugen (Fahrdienst für Menschen mit Behinderung) neu geregelt. Die wesentlichen Inhalte sind im folgenden kurz aufgelistet:

    1. Wer kann den Fahrdienst nutzen?

      Alle Personen, die auf einen Rollstuhl angewiesen sind und hierdurch öffentliche Verkehrsmittel sowie allgemeine Taxen nicht nutzen können und auch kein eigenes Fahrzeug besitzen sowie das von Haushaltsangehörigen nicht nutzen können. Im Rahmen des vorhandenen Platzangebotes der Fahrzeuge kann für jeden Rollstuhlfahrer eine Begleitperson kostenlos mitfahren.

    2. Was kostet eine Fahrt?

      Für jeden mit dem Rollstuhlfahrer gefahrenen Kilometer erhebt das DRK eine Gebühr in Höhe von 2,00 Euro zuzüglich 3,00 Euro pro Anfahrt im Stadtkern Gütersloh (PLZ 33330). Außerhalb des Stadtkerns Gütersloh werden 1,60 Euro je gefahrenen Kilometer ab Betriebssitz berechnet.

    3. Wer bekommt Fahrscheine?

      Bei der Ausstellung von Fahrscheinen handelt es sich um eine Form der Sozialhilfe und somit ist die Gewährung einkommens- und vermögensabhängig. Personen, die die Voraussetzungen zu Ziffer 1 erfüllen und deren Einkommen und Vermögen die sozialhilferechtlichen Freigrenzen (§§ 85, 90 Sozialgesetzbuch (SGB) XII) nicht oder nur zu einem bestimmten Teil überschreiten sind anspruchsberechtigt.

    4. Wie und Wo werden die Fahrscheine beantragt?

      Sie erhalten beim Kreis Gütersloh, Abteilung Arbeit und Soziales (Tel. siehe unten), und bei den örtlichen Sozialämtern die üblichen Antragsformulare (Grundanträge). Beim Ausfüllen der Anträge helfen Ihnen die Mitarbeiter des Sozialamtes Ihres Wohnortes oder der Abteilung Arbeit und Soziales des Kreises Gütersloh (Anschrift siehe unten). Den ausgefüllten Antrag senden Sie bitte mit Kopien von Einkommens- und Vermögensunterlagen sowie einem Nachweis über die Zugehörigkeit zum Personenkreis der Rollstuhlfahrer (Schwerbehindertenausweis mit dem Merkmal “a.G.“ oder ärztliches Attest) an den Kreis Gütersloh, Abteilung Arbeit und Soziales.

    5. Wie viele Fahrscheine gibt es?

      Zur Abdeckung eines generellen sozialhilferechtlichen Bedarfs erhalten Anspruchsberechtigte im Vierteljahr 12 Fahrscheine. Anspruchsberechtigte, die in Anstalten oder Heimen leben erhalten 5 bzw. 6 Fahrscheine. Abweichungen hiervon sowohl nach Oben als auch nach Unten ergeben sich ggfls. aus den individuellen persönlichen Verhältnissen der Anspruchsberechtigten. Die Bewilligung der Fahrscheine erfolgt jeweils für ein Jahr; danach ist die Weiterbewilligung schriftlich oder telefonisch möglich.

    6. Für welche Fahrten kann der Fahrdienst genutzt werden?

      Die Fahrscheine können in Anspruch genommen werden für Fahrten, die eine Teilnahme am Leben in der Gemeinschaft ermöglichen. Insbesondere sind dies: Besuchsfahrten zu Verwandten und Bekannten, Fahrten zu Veranstaltungen oder Einrichtungen, die der Geselligkeit, der Unterhaltung oder kulturellen Zwecken dienen. Hiervon ausgenommen sind Fahrten, die in die Zuständigkeit anderer Träger fallen, z.B. Fahrten zum Arzt. Mit den Fahrscheinen können Fahrten innerhalb des Kreises Gütersloh sowie in die angrenzenden Wohngemeinden durchgeführt werden. Zum Fahrtziel ist jeweils die kürzeste Strecke zu fahren. Hin- und Rückfahrt gelten als eine Fahrt, auch wenn sie nicht am gleichen Tag durchgeführt werden.
      Werden mehrere Fahrgäste gemeinsam in einem Fahrzeug befördert, muß jeder Fahrgast einen Fahrausweis abgeben. Fahrgäste, die keine Fahrscheine besitzen, zahlen die entstehenden Kosten selbst. Nur auf diese Weise kann die Kilometerpauschale für alle Beteiligten möglichst gering gehalten werden. Gleichwohl wird dadurch eine gerechte und gleiche Behandlung aller Fahrdienstkunden gewährleistet.

    7. Wo melde ich einen Fahrwunsch an?

      Den Fahrdienst für Menschen mit Behinderung erreichen Sie unter Tel. 05241/14831. Die gewünschte Fahrt sollte frühzeitig angemeldet werden. Hierzu rufen Sie bitte Montag bis Freitag in der Zeit von 07.30 Uhr – 17.00 Uhr an. Der Fahrdienst ist auch ausserhalb dieser Zeiten unter der oben genannten Rufnummer für Sie erreichbar, falls Sie mal eine Fahrt absagen oder sich erkundigen wollen, wann das bestellte Fahrzeug eintrifft.

      Da nur eine begrenzte Anzahl von Fahrzeugen zur Verfügung steht, kann der Fahrdienst nur zur Zufriedenheit aller Kunden durchgeführt werden, wenn alle Fahrgäste durch gegenseitige Rücksichtnahme und Kompromißbereitschaft eine Solidargemeinschaft bilden.

    8. Haben Sie noch Fragen zum Antragsverfahren oder zu den Einkommens- und Vermögensfreigrenzen oder, oder, oder ….?

      Dann wenden Sie sich bitte an:

      Kreisverwaltung Gütersloh
      Abteilung Arbeit und Soziales

      Frau Müller
      Tel.: 05241 / 85 2342
      Fax: 05241 / 85 2343
      Postanschrift:
      Kreis Gütersloh, Abteilung Arbeit und Soziales, 33324 Gütersloh
      Büroanschrift:
      Kreis Gütersloh, Wasserstr. 14, 33378 Rheda-Wiedenbrück

    9. Krankenfahrten

      Fahrten zur ambulanten medizinischen und therapeutischen Behandlung werden ausschließlich auf ärztliche Verordnung hin ausgeführt.

      Vor Antritt der Fahrt muß bei der jeweiligen Krankenkasse eine Genehmigung eingeholt werden, was sich jedoch ab Pflegestufe II problemlos darstellt.

      Auf der Verordnung muß unter  “2. Beförderungsmittel”, “andere”, “BTW des DRK” angekreuzt und eingetragen sein. Unter  “Med.-technische Ausstattung erforderlich:”  der Arzt muß  “nicht umsetzbar aus Rollstuhl” ankreuzen.

      Die Durchführung der Fahrt muß auf der Rückseite bei  “Unterschrift des Versicherten”  bestätigt werden.

      Eine Verordnung kann auch für Serienfahrten ausgestellt werden, z.B für KG-Termine.